Der zukünftige elektrische Porsche Cayenne wird von Elementen profitieren, die von der Formel E inspiriert sind
Ein SUV aus Zuffenhausen soll dem Rennlabor ganz nah kommen, sogar im Alltag! Der kommende elektrische Porsche Cayenne übernimmt Kernelemente aus der Formel E und hebt damit Leistung, Effizienz und Komfort auf ein neues Level. Die Premierenfahrt in Shelsley Walsh verrät bereits, wie ernst es Porsche meint.
Formel-E Technologie macht den Cayenne Electric überraschend rasend
Beim legendären Bergrennen in England brannte ein beinahe serienreifer Prototyp eine Rekordzeit von 31,28 s auf den Asphalt, über vier Sekunden schneller als jedes andere SUV dort. Gabriela Jílková vertraute auf denselben 800-Volt-Antrieb, der im 99X Electric Siege holt. Die ersten 18 Meter schaffte der Cayenne in 1,94 s – das kennt man sonst nur von Einsitzern mit Slicks.
Herzstück ist die Öl-Direktkühlung. Statt Wasserkanälen um den Stator fließt das Kühlmedium direkt entlang der Kupferleiter, die Maschine bleibt kühl, kompakt und arbeitet bis zu 98 % effizient. Ohne diese Technik müsste ein klassischer Motor fast anderthalb Mal größer dimensioniert werden.
600 kW Rekuperation – Bremsen wird zum Beschleuniger
Wie im Rennwagen fließt beim Verzögern bis zu 600 kW zurück in die Batterie. 97 % aller Bremsvorgänge erledigt der Cayenne rein elektrisch, mechanische Scheiben bleiben entspannt. Diese Energie spart Gewicht, Reichweite wächst, fahrdynamische Balance bleibt erhalten – exakt das Erfolgsrezept der Formel E.
Active Ride, Anhängelast und Ladezeiten – Alltag ist die zweite Bühne
Spektakel braucht Nutzen, sonst fehlt Würze. Porsche Active Ride hält die Karosserie selbst bei 16,7 % Steigung horizontal, spürbar in jeder Kurve. Michael Schätzle nennt es „größere Bandbreite zwischen Komfort und Dynamik“, der Prototyp fühlte sich auf dem schmalen Asphaltband wie festgenagelt!
Im Filmset zog das getarnte SUV einen über hundertjährigen Oldtimer samt Anhänger – zusammen knapp drei Tonnen. Für die Serie sind sogar 3,5 t vorgesehen, ein Meilenstein für E-Fahrzeuge. Karosserie, Kühlung und Software wurden dafür bewusst robust ausgelegt.
Schnellladen wie ein Boxenstopp
In der Formel E genügen 30 s Pit Boost für zehn Prozent Energie. Der Cayenne Electric braucht unter 16 min von zehn auf 80 %. Bis 55 % SoC liegt die Ladeleistung konstant über 350 kW, vorausgesetzt die Batterie hat minimal 15 °C – also auch im Morgenfrost noch flott.
Diese Robustheit ist kein Zufall. Motorsport-Ingenieure und Serienentwickler sitzen in Weissach Tür an Tür, diskutieren über CCS-Stecker, Thermomanagement und Software-Algorithmen bis spät in die Nacht. Das Ergebnis: hohe Ladeleistung bleibt auch nach wiederholten Schnelllade-Sessions stabil, ein echtes Sorgenfrei-Versprechen.
Ausblick: Parallel zum Verbrenner, aber technisch längst voraus
Marktstart ist für 2026 vorgesehen, doch der klassische Cayenne mit Verbrennung bleibt vorerst im Programm. Porsche reagiert damit auf die schwankende E-Nachfrage, ohne Entwicklungstempo zu drosseln. Die PPE-Plattform liefert 800-Volt-Architektur, bidirektionales Laden und Wireless-Charging-Optionen, die bereits intern getestet werden.
Wer den Klang eines V8 liebt, bekommt ihn weiter, doch im Stillen lauert ein SUV, das Beschleunigung, Anhängelast und Ladegeschwindigkeit neu definiert. Der Technologietransfer von der Rennstrecke auf die Straße war selten so transparent – das verspricht ein elektrischer Alltag, der alles andere als langweilig schmeckt!
Lena Wagner ist die Seele des Blogs. Als echte Münchnerin mit einem Händchen für die feinen italienischen Aromen, teilt sie ihre Liebe zur perfekten Pizza und zur bayerischen Gastlichkeit. Lena weiß, wie man herzhafte Tradition und mediterrane Leichtigkeit harmonisch verbindet. Sie gibt hier die besten Tipps, neue Kreationen und alles über unsere Spezialitäten.

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